Zeitzonen

Sonnenzeit und Ortszeit

Eigentlich sind Zeitzonen recht einfach zu definieren. Teilt man die Erde in 24 Abschnitte zu je 15°, ergibt das einen Vollkreis von 360°, und die ganze Erde ist damit abgedeckt. Aber so simpel ist es leider nicht. Schon an der Datumsgrenze doppeln sich einige Zeitzonen, weil dort eine Wahlmöglichkeit besteht, dieselbe Ortszeit mit einem Tag Unterschied zu definieren. Manche Zeitzonen weichen mehr als zwölf Stunden von der koordinierten Weltzeit (UTC) ab, und es gibt Zeitzonen, die über halb- oder sogar viertelstündige Differenzen zu UTC definiert werden. Insgesamt kommt man so auf knapp vierzig Zeitzonen, die aktuell in Gebrauch sind. Hinzu kommt, dass die Ortszeit nach der definierten Zeitzone nicht unbedingt der tatsächlichen Ortszeit nach dem Sonnenstand entspricht. Ländergrenzen und andere geopolitische Einflüsse führen zu Zeiten, die der Natur widersprechen. Der Höchststand der Sonne wird während der mitteleuropäischen Sommerzeit an der spanischen Westküste erst kurz vor 14 Uhr erreicht.

Zweite Zeitzone und mehr

Die Info-Website   http://www.uhrenmeister.com/ erläutert die Geschichte der Weltzeituhren: Zunächst waren es nur Piloten, die den Wunsch nach einer Uhr mit einer zweiten Zonenzeit anmeldeten. Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte die zivile Luftfahrt einen Boom, sodass auch bei Geschäftsleuten und Urlaubsreisenden das Zeitzonen-Problem akut wurde. Nun ist selbst die beste Weltzeituhr mit vierzig Zeitzonen überfordert. Aber die Zahl der Bergsteiger in Nepal, die die Uhr gegenüber UTC um 5:45 Stunden vorstellen, ist auch überschaubar klein. Um über die Anzeige von zwei Zeitzonen hinauszugehen, bedienen sich Weltzeituhren meist eines Rings, auf dem verschiedene Städte wie Berlin, Moskau, Tokio und New York einfach exemplarisch aufgeführt sind. Über die Krone kann die jeweilige Zeit ausgewählt werden. Es geht aber auch (fast) vollständig: Die Vacheron Constantin Overseas Weltzeituhr kennt immerhin 37 Zeitzonen.